REGLEMENTS / ÖSTERREICHISCHE MEISTERSCHAFTEN (ÖM) 2020 AMF-Staatsmeisterschaften, AMF-Pokale und AMF-Cups von Österreich 2020 COVID-19 – AMF Meisterschaften 2020 (Präambel)


Bedingt durch die Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung der COVID-19-Pandemie in Österreich beschließt das Präsidium der AMF das vorliegende Krisenreglement und stattet den Präsidenten der AMF mit der Handlungsvollmacht aus, dieses Krisenreglement im Bedarfsfall in Kraft zu setzen bis längstens zum 31.12.2020. Die dazu notwendigen Anpassungen in den einzelnen Reglements sind nachstehend kurz zusammengefasst:

a) Lizenzen: Durch die intensive Beanspruchung des Personals im Gesundheitswesen können Engpässe entstehen, dazu wollen wir für die Lizenznehmer folgende Lösungen anbieten. Für Inhaber einer AMF Lizenz aus 2019 gilt die ärztliche Bestätigung des Antrages 2019 bis zum 31.12.2020. Rallye Lizenznehmer können ihre Lizenz 2020 OHNE Nachweis des sonst erforderlichen Erste Hilfe Kurses lösen; dies gilt ausnahmslos nur bis 31.12.2020. Ab voraussichtlich Ende Oktober sind wieder Erste Hilfe Kurse für Rallye Lizenznehmer 2021 vorgesehen.

b) Alle Vorgaben in den Texten der Österreichischen Meisterschaften (Allgemeine Bestimmungen und einzelne Meisterschaftstexte) sind gemäß der zu erwartenden Situation nach der „Covid19-Auszeit“ durch den Meisterschaftsausschuss so angepasst, dass eine Durchführung dieser Meisterschaften auch 2020 bestmöglich erfolgen kann.

c) Um einen adäquaten Betrieb für alle Disziplinen zu ermöglichen, werden die Kalenderschutzbestimmungen der AMF für den Fall einer Verschiebung von im österreichischen Motorsportkalender bereits gemeldeten Veranstaltungen ausgesetzt. Wird eine Veranstaltung behördlich untersagt und ist die Durchführung an einem Ersatztermin nicht umsetzbar, so werden seitens AMF die nationalen Kalendergebühren rückerstattet. Kommt es innerhalb einer Disziplin zu Terminkollisionen, so entscheidet 2020 die jeweilige Fachkommission, welche Veranstaltung Vorrang hat. Um die Durchführung der Österreichischen Staatsmeisterschaften bestmöglich zu sichern, ist dabei Läufen zu Österreichischen Meisterschaften grundsätzlich Vorrang zu geben. Betreffend die Anwesenheit von Rettungs- und Feuerschutzkräften können im Bedarfsfall in Übereinstimmung mit dem Vorsitzenden des Rennstreckenausschusses, dem Vorsitzenden der Medizinischen Kommission und dem leitenden Arzt der betreffenden Veranstaltung Sicherheitsvorgaben individuell angepasst werden (wie z. B. die Anzahl der anwesenden Ersthelfer).

d) durch Konzentration der Veranstaltungen 2020 auf einen kürzeren Zeitraum könnte ein Mangel an Sportkommissaren und Technischen Kommissaren auftreten. Daher ist eine Anpassung der Anzahl an Offiziellen bei einer Veranstaltung für 2020 ausnahmsweise möglich: Internationale Prädikatsveranstaltungen: nach Vorgabe der Dachverbände FIA/FIM/FIME bzw. FIA-CEZ, wo anwendbar Nationale Prädikatsveranstaltungen: Motorrad-Veranstaltungen: ein Sportkommissar Automobil-Veranstaltungen: zwei Sportkommissare, der Vorsitzende muss verpflichtend im Besitz einer AMF-Lizenz für Sportkommissare sein. Für die Ermittlung der Mindestbesetzung der Technischen Kommissare, wird die aktuelle Liste (Anlage zum Protokoll der Cheftechniker-Sitzung 2020) herangezogen. Bei höheren Teilnehmerzahlen als dort in der Mindestkategorie angeführt kann jeweils ein Technischer Kommissar weniger eingesetzt werden als vorgesehen.

 

ALLGEMEINES
FÜR ALLE AMF-Bewerbe gelten nachstehende Richtlinien gemeinsam:

a) Teilnahmebedingungen: Teilnahmeberechtigt sind alle Besitzer einer für 2020 gültigen Lizenz der AMF sowie Lizenzinhaber aller ASNs, deren Teilnahme durch die Sportgesetze der jeweiligen Dach-Verbände möglich ist. (gilt nicht bei bereits begonnenen Meisterschaften) Bei den zonen-offenen Automobil-Bewerben sind auch alle Lizenzinhaber der Mitglieds-ASNs der FIA-Zone Zentraleuropa, Bei den Motorradmeisterschaften, bei denen dies vorgesehen ist, sind auch Lizenznehmer einer der FIM/FIM-Europe angehörenden FMN teilnahmeberechtigt (darüber hinausgehende Teilnahmebestimmungen sind in den jeweiligen Meisterschaftstexten geregelt). Bei einschränkenden Altersbestimmungen für AMF-Prädikatsbewerbe gelten diese grundsätzlich für das laufende Kalenderjahr; d. h., es wird ausschließlich das Geburtsjahr der Teilnehmer berücksichtigt Eventuelle Nennfristen für AMF-Meisterschaften oder AMF-Pokal-Serien sind in den entsprechenden Meisterschaftstexten festgesetzt.

b) Vorgesehene Veranstaltungen: Die für die jeweiligen AMF-Bewerbe vorgesehenen Veranstaltungen sind in den Einzelausschreibungen detailliert angeführt. Die AMF übernimmt keine Gewähr für die Durchführung der für die diversen Bewerbe vorgesehenen Veranstaltungen. Für ausgefallene Veranstaltungen können ausnahmsweise Ersatzveranstaltungen nominiert und von der AMF genehmigt werden, jedoch nur dann, wenn wenigstens 30 Tage zuvor die Veranstaltung ordnungsgemäß in den AMF-Kalender gemeldet wurde. zu dieser Zeit Meisterschaftspunkte aufweisenden Fahrer und der zuständige Fahrervertreter hiervon verständigt werden. Diese Verlautbarungsfrist gilt auch für den Fall der Verschiebung einer vorgesehenen Meisterschaftsveranstaltung. Als Verlautbarung/Verständigung in diesem Sinne gilt die Veröffentlichung des entsprechenden Meisterschaftstextes auf der offiziellen AMF-Internetseite www.austriamotorsport.at (Reglement). Sollte jedoch die Gesamtzahl der tatsächlich zur Durchführung gelangenden Wertungsläufe unter die Mindestzahl von drei sinken oder handelt es sich um Fälle höherer Gewalt, kann die AMF Ausnahmen von der Verlautbarungsfrist genehmigen. Falls für die einzelnen AMF-Bewerbe - ausgenommen Flat Track, MotorradBergrennsport und Speedway - weniger als drei Läufe zur Durchführung kommen, so entfällt der betreffende Bewerb. Dasselbe gilt, wenn bei einem Bewerb oder einer Klasse (bzw. Division, Kategorie, Wertungsklasse) eines Bewerbes weniger als drei Läufe zu werten sind. kann eine abweichende Regelung von den Fach-Kommissionen der AMF disziplinenweise beschlossen werden.

c) Ablehnung von Nennungen: Die Nennung eines um einen AMF-Bewerb fahrenden Bewerbers kann vom Veranstalter eines zu diesem Bewerb zählenden Laufes nur nach vorheriger Zustimmung der AMF zurückgewiesen werden, falls die Nennung samt allenfalls vorgeschriebenem Nenngeld beim Veranstalter ordnungsgemäß bis zum ersten Nennschluss eingegangen ist (siehe NSG der AMF).

d) Wertung: Sofern bei AMF-Bewerben nicht ausdrücklich alle oder eine bestimmte Zahl von Veranstaltungen gewertet werden, gilt folgende Streichpunkteregelung: Bei drei zu wertenden Läufen werden alle Ergebnisse berücksichtigt. Bei drei bis elf zu wertenden Läufen werden die besten Ergebnisse aus der Hälfte dieser Läufe Allgem. ÖM-Text 2020 Version 27 03 20 www.austria-motorsport.at 3 von 4 (aufgerundet), vermehrt um ein weiteres bestes Ergebnis, berücksichtigt. Bei zwölf oder mehr zu wertenden Läufen wird die Hälfte der besten Ergebnisse (aufgerundet), vermehrt um zwei weitere beste Ergebnisse (aufgerundet), berücksichtigt. Als „zu wertender Lauf“ gilt jeder, bei dem wenigstens ein für den betreffenden AMF-Bewerb (jeweilige Klasse/Gruppe) wertbarer Teilnehmer am Start war (also auch jener Lauf, bei dem wegen Nichterreichens der Mindeststarterzahl keine Meisterschaftspunkte vergeben werden können). Als Streichpunkte können auch Nullpunkte-Ergebnisse herangezogen werden, die aus der Nichtteilnahme des betreffenden Fahrers resultieren (nicht jedoch wenn Nullpunkte-Ergebnisse durch einen rechtskräftig mit Disqualifikation oder Enthebung geahndeten Verstoß gegen die geltenden Bestimmungen begründet sind). Im Falle eines Punktegleichstandes (ex aequo) ist die höhere Zahl aller ersten Plätze, sodann die aller zweiten Plätze usw. (bis zum letzten Platz in den Punkterängen) heranzuziehen, wobei hier ausschließlich die Platzierungen aus der jeweiligen Hauptwertung eines Bewerbes berücksichtigt werden. Ergibt sich solcherart keine Differenzierung, ist die höhere Zahl allfälliger Streichpunkte maßgeblich. Ist auch dann noch keine Differenzierung möglich, wird der AMF-Prädikatstitel dem Fahrer zuerkannt, der den letzten wertbaren Lauf zu dem entsprechenden Bewerb gewonnen hat, bzw. bei Disziplinen mit Einzelstart dem Fahrer, der bei der letzten wertbaren Veranstaltung zu diesem Bewerb, die bessere Gesamtzeit erreicht hat. Sollte im Klassement der einzelnen Meisterschaftsläufe ein Gleichstand (ex aequo) vorliegen, so werden mangels anderslautender Regelung in der betreffenden Veranstaltungsausschreibung die Meisterschaftspunkte addiert und zu gleichen Teilen geteilt. Falls das betreffende Reglement oder die betreffende Veranstaltungsausschreibung keine anderslautende Regelung enthält, gilt hinsichtlich der Wertung einer abgebrochenen Veranstaltung folgendes: Es müssen mindestens 50 % der vorgeschriebenen Zeit (oder der Distanz) im Falle des Abbruchs einer Veranstaltung zurückgelegt worden sein, damit diese für den betreffenden AMF -Bewerb gewertet werden kann. Falls das betreffende Reglement keine anderslautende Regelung enthält, gelangen bei allen jenen AMF-Bewerben, die für einzelne Klassen (und/oder Divisionen, Kategorien, Wertungsklassen) gesonderte Wertungen und gesonderte Titel vorsehen, diese Titel nur an jene Klassen-(und/oder Divisions-, Kategorie-, Wertungsklassen-)Sieger zur Vergabe, die mindestens zwei erste Plätze oder das entsprechende Punkteäquivalent in ihrer Klasse (und/oder Division, Kategorie, Wertungsklasse) errungen haben.

e) Technische Regelwidrigkeiten: Ein rechtskräftig mit Disqualifikation oder Enthebung geahndeter Verstoß gegen die für das betreffende Fahrzeug geltenden technischen Bestimmungen, wird für den Fahrer und auch Beifahrer in der Wertung wie folgt berücksichtigt:

  •  Beim ersten Verstoß in der laufenden Saison werden keine Punkte vergeben.
  •  Beim zweiten Verstoß in dieser Saison erfolgt die Streichung aus der betreffenden AMF-Wertung.
Dasselbe gilt, wenn eine Überprüfung des Fahrzeuges nicht ermöglicht wurde. Handelt es sich jedoch um einen rechtskräftig nur mit Verwarnung oder Geldstrafe geahndeten Verstoß gegen die technischen Bestimmungen, tritt diese Folge nur dann ein, wenn die Eigenschaft oder Veränderung, welche die Regelwidrigkeit bildet, geeignet war, dem Fahrzeug einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Fahrzeugen zu verschaffen, und zwar auch dann, wenn dieser Wettbewerbsvorteil zufolge des tatsächlichen Ablaufes der Ereignisse nicht eingetreten ist.

f) Mindestteilnehmerzahl: Eine Vergabe von Meisterschaftspunkten erfolgt nur, wenn eine bestimmte, bei den AMF-Bewerben jeweils angeführte Mindestzahl von Fahrern am Start ist. Bei AMF-Bewerben die „national“ ausgeschrieben sind, gilt folgendes: Wird diese Mindestanzahl erst durch den Start von Fahrern mit ausländischer Lizenz erreicht, gilt für die Punktevergabe die tatsächliche Platzierung, andernfalls erfolgt Nachrücken der für den betreffenden AMF-Bewerb zu wertenden Fahrer. Dies bedeutet, dass die für den betreffenden AMF-Bewerb zu wertenden Fahrer nachrücken, Allgem. ÖM-Text 2020 Version 27 03 20 www.austria-motorsport.at 4 von 4 es sei denn, die Mindesteilnehmerzahl wird erst durch Fahrer mit ausländischer Lizenz erreicht; in diesem Fall gilt die tatsächliche Platzierung für die Punktevergabe. Diese Regeln gelten auch bezüglich der Teilnahme von solchen Fahrern mit österreichischer Lizenz, die zwar bei den einzelnen Läufen zu den betreffenden AMFBewerben an den Start gehen dürfen, aufgrund der eingeschränkten Teilnahmeberechtigung jedoch für diesen Bewerb nicht wertbar sind.

g) Auswertung: Die Auswertung der AMF-Bewerbe erfolgt durch die AMF und ist unanfechtbar. Die Verlautbarung von Zwischenresultaten hat jeweils nur inoffiziellen Charakter.


INFORMATION FÜR VERANSTALTER:

Ausnahmsweise gilt im Kalenderjahr 2020: Abweichend von der üblichen Praxis müssen Ausschreibungsentwürfe spätestens 16 Tage vor Beginn der Veranstaltung (Beginn der administrativen oder technischen Abnahme, was immer früher stattfindet) an das AMF-Sekretariat zur Genehmigung übersandt werden.

ALLGEMEINE MEISTERSCHAFTSBESTIMMUNGEN 

Die AMF als von der FIA, FIM, CIK und FIM Europe anerkannte österreichische Motorsportkommission und als einzig befugte Instanz zur Ausschreibung und Durchführung von österreichischen Staatsmeisterschaften für Automobile, Karts und Motorräder ruft die einschlägigen Bestimmungen in Erinnerung bzw. setzt die noch erforderlichen ergänzenden Bestimmungen wie folgt in Kraft:

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Für alle AMF -Bewerbe gelten nachstehende Richtlinien gemeinsam:

a) Teilnahmebedingungen:
Teilnahmeberechtigt sind alle Besitzer einer gültigen Lizenz der AMF. Bei den zonen-offenen Automobil-Bewerben sind auch alle Lizenzinhaber der Mitglieds-ASNs der FIA-Zone Zentraleuropa, bei den Motorradmeisterschaften, bei denen dies vorgesehen ist, auch Lizenznehmer einer der FIM/FIM-Europe angehörenden FMN teilnahmeberechtigt (darüber hinausgehende Teilnahmebestimmungen sind in den jeweiligen Meisterschaftstexten geregelt).
Bei einschränkenden Altersbestimmungen für AMF-Prädikatsbewerbe gelten diese grundsätzlich für das laufende Kalenderjahr; d. h., es wird ausschließlich das Geburtsjahr der Teilnehmer berücksichtigt (dies gilt, falls im jeweiligen Meisterschaftstext keine weiter einschränkende Regelung definiert ist).
Bei Automobil-Bewerben gelten jene Änderungen am Fahrzeug, die wegen des Einbaus eines Katalysators notwendig sind, als genehmigt.
Eventuelle Nennfristen für AMF-Meisterschaften oder AMF-Pokal-Serien sind in den entsprechenden Meisterschaftstexten festgesetzt.


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b) Vorgesehene Veranstaltungen: 
Die für die jeweiligen AMF-Bewerbe vorgesehenen Veranstaltungen sind in den Einzelausschreibungen detailliert angeführt. Die AMF übernimmt keine Gewähr für die Durchführung der für die diversen Bewerbe vorgesehenen Veranstaltungen. Für ausgefallene Veranstaltungen können ausnahmsweise Ersatzveranstaltungen nominiert und von der AMF genehmigt werden, jedoch nur dann, wenn wenigstens 30 Tage zuvor die zu dieser Zeit Meisterschaftspunkte aufweisenden Fahrer und der zuständige Fahrervertreter hiervon verständigt werden. Diese Verlautbarungsfrist gilt auch für den Fall der Verschiebung einer vorgesehenen Meisterschaftsveranstaltung.
Als Verlautbarung/Verständigung in diesem Sinne gilt die Veröffentlichung des entsprechenden Meisterschaftstextes auf der offiziellen AMF-Internetseite www.austria-motorsport.at (Reglement).
Sollte jedoch die Gesamtzahl der tatsächlich zur Durchführung gelangenden Wertungsläufe unter die Mindestzahl von drei sinken oder handelt es sich um Fälle höherer Gewalt, kann die AMF Ausnahmen von der Verlautbarungsfrist genehmigen. Falls für die einzelnen AMF-Bewerbe - ausgenommen Flat Track, Motorrad-Bergrennsport und Speedway - weniger als drei Läufe zur Durchführung kommen, so entfällt der betreffende Bewerb. Dasselbe gilt, wenn bei einem Bewerb oder einer Klasse (bzw. Division, Kategorie, Wertungsklasse) eines Bewerbes weniger als drei Läufe zu werten sind.

c) Ablehnung von Nennungen:
Die Nennung eines um einen AMF-Bewerb fahrenden Bewerbers kann vom Veranstalter eines zu diesem Bewerb zählenden Laufes nur nach vorheriger Zustimmung der AMF zurückgewiesen werden, falls die Nennung samt allenfalls vorgeschriebenem Nenngeld beim Veranstalter ordnungsgemäß bis zum ersten Nennschluss eingegangen ist (siehe NSG der AMF).
d) Wertung:
Sofern bei AMF-Bewerben nicht ausdrücklich alle oder eine bestimmte Zahl von Veranstaltungen gewertet werden, gilt folgende Streichpunkteregelung:
Bei drei zu wertenden Läufen werden alle Ergebnisse berücksichtigt. Bei drei bis elf zu wertenden Läufen werden die besten Ergebnisse aus der Hälfte dieser Läufe (aufgerundet), vermehrt um ein weiteres bestes Ergebnis, berücksichtigt. Bei zwölf oder mehr zu wertenden Läufen wird die Hälfte der besten Ergebnisse (aufgerundet), vermehrt um zwei weitere beste Ergebnisse (aufgerundet), berücksichtigt. Als „zu wertender Lauf“ gilt jeder, bei dem wenigstens ein für den betreffenden AMF-Bewerb (jeweilige Klasse/Gruppe) wertbarer Teilnehmer am Start war (also auch jener Lauf, bei dem wegen Nichterreichens der Mindeststarterzahl keine Meisterschaftspunkte vergeben werden können). Als Streichpunkte können auch Nullpunkte-Ergebnisse herangezogen werden, die aus der Nichtteilnahme des betreffenden Fahrers resultieren (nicht jedoch wenn Nullpunkte-Ergebnisse durch einen rechtskräftig mit Disqualifikation oder Enthebung geahndeten Verstoß gegen die geltenden Bestimmungen begründet sind).
Im Falle eines Punktegleichstandes (ex aequo) ist die höhere Zahl aller ersten Plätze, sodann die aller zweiten Plätze usw. (bis zum letzten Platz in den Punkterängen) heranzuziehen, wobei hier ausschließlich die Platzierungen aus der jeweiligen Hauptwertung eines Bewerbes berücksichtigt werden. Ergibt sich solcherart keine Differenzierung, ist die höhere Zahl allfälliger Streichpunkte maßgeblich. Ist auch dann noch keine Differenzierung möglich, wird der AMF-Prädikatstitel dem Fahrer zuerkannt, der den letzten wertbaren Lauf zu dem entsprechenden Bewerb gewonnen hat, bzw. bei Disziplinen mit Einzelstart dem Fahrer, der bei der letzten wertbaren Veranstaltung zu diesem Bewerb, die bessere Gesamtzeit erreicht hat. Sollte im Klassement der einzelnen Meisterschaftsläufe ein Gleichstand (ex aequo) vorliegen, so werden mangels anderslautender Regelung in der betreffenden Veranstaltungsausschreibung die Meisterschaftspunkte addiert und zu gleichen Teilen geteilt.
Falls das betreffende Reglement oder die betreffende Veranstaltungsausschreibung keine anderslautende Regelung enthält, gilt hinsichtlich der Wertung einer abgebrochenen Veranstaltung folgendes: Es müssen mindestens 50 % der vorgeschriebenen Zeit (oder der Distanz) im Falle des Abbruchs einer Veranstaltung zurückgelegt worden sein, damit diese für den betreffenden AMF -Bewerb gewertet werden kann.
Falls das betreffende Reglement keine anderslautende Regelung enthält, gelangen bei allen jenen AMF-Bewerben, die für einzelne Klassen (und/oder Divisionen, Kategorien, Wertungsklassen) gesonderte Wertungen und gesonderte Titel vorsehen, diese Titel nur an jene Klassen-(und/oder Divisions-, Kategorie-, Wertungsklassen-)Sieger zur Vergabe, die mindestens zwei erste Plätze oder das entsprechende Punkteäquivalent in ihrer Klasse (und/oder Division, Kategorie, Wertungsklasse) errungen haben.

e) Technische Regelwidrigkeiten:
Ein rechtskräftig mit Disqualifikation oder Enthebung geahndeter Verstoß gegen die für das betreffende Fahrzeug geltenden technischen Bestimmungen, wird für den Fahrer und auch Beifahrer in der Wertung wie folgt berücksichtigt:
  • Beim ersten Verstoß in der laufenden Saison werden keine Punkte vergeben.
  • Beim zweiten Verstoß in dieser Saison erfolgt die Streichung aus der betreffenden AMF-Wertung.
Dasselbe gilt, wenn eine Überprüfung des Fahrzeuges nicht ermöglicht wurde. Handelt es sich jedoch um einen rechtskräftig nur mit Verwarnung oder Geldstrafe geahndeten Verstoß gegen die technischen Bestimmungen, tritt diese Folge nur dann ein, wenn die Eigenschaft oder Veränderung, welche die Regelwidrigkeit bildet, geeignet war, dem Fahrzeug einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Fahrzeugen zu verschaffen, und zwar auch dann, wenn dieser Wettbewerbsvorteil zufolge des tatsächlichen Ablaufes der Ereignisse nicht eingetreten ist.

f) Mindestteilnehmerzahl:
Eine Vergabe von Meisterschaftspunkten erfolgt nur, wenn eine bestimmte, bei den AMF-Bewerben jeweils angeführte Mindestzahl von Fahrern am Start ist.
Bei AMF-Bewerben die „national“ ausgeschrieben sind, gilt folgendes:
Wird diese Mindestanzahl erst durch den Start von Fahrern mit ausländischer Lizenz erreicht, gilt für die Punktevergabe die tatsächliche Platzierung, andernfalls erfolgt Nachrücken der für den betreffenden AMF-Bewerb zu wertenden Fahrer. Dies bedeutet, dass die für den betreffenden AMF-Bewerb zu wertenden Fahrer nachrücken, es sei denn, die Mindesteilnehmerzahl wird erst durch Fahrer mit ausländischer Lizenz erreicht; in diesem Fall gilt die tatsächliche Platzierung für die Punktevergabe.
Diese Regeln gelten auch bezüglich der Teilnahme von solchen Fahrern mit österreichischer Lizenz, die zwar bei den einzelnen Läufen zu den betreffenden AMF-Bewerben an den Start gehen dürfen, aufgrund der eingeschränkten Teilnahmeberechtigung jedoch für diesen Bewerb nicht wertbar sind.

g) Auswertung:
Die Auswertung der AMF-Bewerbe erfolgt durch die AMF und ist unanfechtbar.
Die Verlautbarung von Zwischenresultaten hat jeweils nur inoffiziellen Charakter.

 

 


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Serien und Cups der AMF 2020


Die AMF als von der FIA, FIM, CIK und FIM Europe anerkannte österreichische Motorsportkommission und als einzig befugte Instanz zur Ausschreibung und Durchführung von österreichischen Staatsmeisterschaften für Automobile, Karts und Motorräder ruft die einschlägigen Bestimmungen in Erinnerung bzw. setzt die noch erforderlichen ergänzenden Bestimmungen wie folgt in Kraft:

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  • Offizielle Österreichische Staatsmeisterschaften, Jugend- und Junioren-Meisterschaften, AMF-Pokale und ähnliche übergeordnete Serien und Cups im Motorsport werden ausschließlich von der AMF ausgeschrieben und kontrolliert.
  • Ausnahmsweise und nur in beschränktem Maße kann die AMF auch für meisterschaftsähnliche Wettbewerbe in Österreich die Genehmigung erteilen, welche von einem oder mehreren Clubs oder Firmen beantragt werden und „offen“, d.h. nicht auf Clubmitgliedschaft beschränkt, ausgeschrieben werden. Derartige meisterschaftsähnliche Wettbewerbe unterliegen einer Jahresgebühr (siehe AMF-Gebührensätze). Diese Gebühr ist auch dann zu entrichten, wenn die erwähnten Wettbewerbe Veranstaltungen im Ausland einschließen. Die AMF kann die Genehmigung von derartigen meisterschaftsähnlichen Wettbewerben ohne Angabe von Gründen verweigern.
  • Länderübergreifende meisterschaftsähnliche Bewerbe im Automobilsport bedürfen auch der Genehmigung der FIA. Hier sind eine entsprechende Vorlaufzeit bei der Einreichung und die von der FIA in Rechnung gestellten Gebühren zu berücksichtigen; die Einreichung bei der AMF muss sich nach den von der FIA gesetzten Fristen richten (ab  August des Vorjahres bis Mitte Jänner des laufenden Jahres)!
  • Laut FIA-Bestimmungen sind an Serien oder Landesmeisterschaften nur Lizenzinhaber der ausschreibenden ASN wertbar. Lizenzinhaber anderer ASN’s dürfen allerdings an den einzelnen Läufen zu diesen Bewerben teilnehmen und in der jeweiligen Tageswertung berücksichtigt werden. Eine Teilnahme von ausländischen Lizenznehmern in einer Serie ist nur möglich, wenn diese bei der FIA als „international“ gemeldet und genehmigt ist.

 

Bewerb 2020

Ansprechpartner   

Homepage

SE 01 IAMEX X30 EURO Series Roland Geidel x30euro.com
SE 02 Champions of the Future Roland Geidel championskarting.com
SE 04 RMC Austria Osmunde Dolischka rmc-austria.racing
SE 05 Bergrallyecup Joachim Eibl bergrallye.at
SE 06 X- Bow Battle Mag. Georg Silbermayr x-bow-battle.at
SE 07 Boss GP Siegfried Stieger  bossgp.com
SE 09 Porsche Sprint Challenge Central Europe     Robert Lechner  porschesprintchallenge.com
SE 10 P9 Challenge  Bernhard Fischer P9-challenge.com
SE 11 Sports Car Challenge  Walter Pedrazza sportscarchallenge.at
SE 12 Histo Cup  Mag. Michael  Steffny histocup.com
SE 17 Peugeot Rallycross Cup  Karl Schadenhofer office@kfz-schadenhofer.at
SE 18  Touring Car Masters  Claudia Bidlas histocup.at

 

Landesmeisterschaften und RaceCard Serien

Landesmeisterschaften der einzelnen Bundesländer werden gemäß dem Nationalen Sportgesetz bzw. nach Genehmigung durch die AMF von den zuständigen Landessportkommissionen ausgeschrieben und kontrolliert.

  • AMF-RaceCard Serien können bei der AMF eingereicht werden. Dadurch werden administrative Abläufe gebündelt.

AUSZUG AUS DEN RALLYE SPORTING REGULATIONS DER AMF  PKT.9

FIA PRIORITÄTSFAHRER

  • Fahrer, die in einem der letzten 3 Jahre P1 Fahrer in der FIA-Rallye-Weltmeisterschaft waren.
  • Fahrer, welche die WRC 2 Meisterschaft oder die WRC 3 Meisterschaft in den vergangenen drei Jahren gewonnen haben.
  • Fahrer, die eine FIA Regional Rallye Meisterschaft in den letzten drei Jahren gewonnen haben.
  • Fahrer, die im vergangenen Jahr die FIA European Rally Trophy gewonnen haben. 


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PRIORITÄTSFAHRER DER AMF 

9.3.1 Fahrer, die sich unter den:

  • ersten Drei im Gesamtklassement der Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft des Vorjahres platzieren konnten,
  • ersten Drei im Gesamtklassement bei einem Lauf zur Österreichischen Rallye- Staatsmeisterschaft des Vorjahres platzieren konnten,
  • ersten Zehn im Gesamtklassement bei einem Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft des Vorjahres platzieren konnten,
  • ersten Fünf im Gesamtklassement bei einem Lauf zur Rallye-Europameisterschaft des Vorjahres der FIA platzieren konnten, sind ab dem Erreichen der o.a. Platzierung und im darauffolgenden Kalenderjahr nach der Verlautbarung der jeweils gültigen Liste durch das AMF-Sekretariat AMF-Prioritäts-Rallyefahrer.

AKTUELLE PRIORITÄTSFAHRER

 

Name

Platzierung

AIGNER Gerhard     3. Jänner Rallye 2019
BAUMSCHLAGER Raimund   3. W4  Rallye 2019
KEFERBÖCK Johannes 3. ORM 2019
KNOBLOCH Günther   3. Rallye Weiz 2019
LENGAUER Michael 3. Jänner Rallye 2020
MAYR-MELNHOF Niki 3. Lavanttal Rallye 2019
NEUBAUER Hermann 1. ORM 2019
RIGLER Gerald  2. Jänner Rallye 2019 
WAGNER Julian 2. ORM 2019
WAGNER Simon  1. W4 Rallye 2019