RaceCard

Die RaceCard der AMF ist ein Ausweis für Hobbysportler im Bereich Karting, Motorrad, Gleichmäßigkeitsbewerbe, Drift und Slalom mit speziell dafür entwickelter Motorsport-Unfallversicherung – ohne ärztliche Voruntersuchung. (In den allgemeinen österr. Versicherungsgrundlagen für übliche Unfallversicherungen ist das Risiko „Motorsport“ ausgeschlossen).

   

Die AMF schafft neben ihrem Angebot für den Leistungssport (= Lizenzsport) auch ein spezielles Angebot für Hobbysportler und Breitensportveranstalter Breitensport (= AMF-RaceCard). Es ist ein Angebot an Veranstalter, welche im Breitensport aktiv sind oder werden möchten. Ziel ist die Förderung der Sicherheit und Qualitätsverbesserung im Motorsport für alle Beteiligten in allen Bereichen.

Nur bei diesen Veranstaltungen ist die RaceCard gültig



Welcher Versicherungsschutz ist mit der RaceCard gewährleistet?

Deckung für AMF-RaceCard im Vergleich: AMF Lizenz
Kosten

€ 60,00 Jahr

€ 21,00 Veranstaltung

€ 96,00 Jahr

€ 21,00 Veranstaltung

Dauerinvalidität linear € 12.000,00  € 25.000,00
Heilkosten € 10.000,00  € 18.000,00
Rückholkosten
(inkl. Hubschraubertransport)
€ 5.000,00  € 10.000,00
Todesfall ---  € 20.000,00
  keine ärztliche Voruntersuchung  ärztliche Voruntersuchung

Wie wird die RaceCard bezahlt?

Bitte nichts im vorhinein überweisen oder Bargeld mitschicken. Die RaceCard wird Ihnen per Nachnahme zugestellt.

Wer kann sich mit der RaceCard absichern?

  • Hobby-Motorsportler im Karting-, Motorrad-, Gleichmäßigkeits-, Drift- und Slalomsport können bei RaceCard-Veranstaltungen teilnehmen und diesen Versicherungsschutz für ihre Sportaktivitäten nutzen.
  • Veranstalter können finanzielle Folgen aus dem Unfallrisiko für ihre Sportler unkompliziert absichern und dies auch den Behörden vorlegen. Für einen umfassenden Versicherungsschutz auch für Veranstalter empfiehlt die AMF eine Haftpflicht- und Funktionärsunfallversicherung abzuschließen.
  • RaceCards können entweder über die AMF oder beim jeweiligen Veranstalter mittels Antragsformular gelöst werden.
  • AMF-Lizenznehmer können an RaceCard-Bewerben in ihrer Disziplin ebenfalls an den Start gehen, d.h. ihre (umfangreichere) Lizenzunfallversicherung ist für diese Rennen aufpreisfrei gültig.

Was sind RaceCard Veranstaltungen?

  • Motorsportbewerbe für Hobbysportler im Karting-, Motorrad- und Slalomsport mit RaceCard-Unfallversicherung auf vom Veranstalter mit entsprechenden Sicherheitseinrichtungen ausgestatteten Rennstrecken.
  • Diese Bewerbe sind offen für RaceCard-Inhaber und AMF-Lizenznehmer.

Wie finde ich RaceCard Veranstaltungen?

Was sollten Veranstalter und Sportler wissen?

  • Veranstalter melden bei der AMF einen RaceCard-Bewerb (z.B. Motocross, Karting, Motorradrennsport, Drift, Gleichmäßigkeit, Slalom, Supermoto, Trial….) an. Sie erhalten eine für das laufende Kalenderjahr gültige Veranstalter Grundlizenz der AMF (€ 40,-) und eine Veranstaltungslizenz (€ 60,-) und ihr Bewerb wird in den Kalender aufgenommen und veröffentlicht.
  • AMF-RaceCard-Bewerbe können auch Trainingstage oder z. B. Läufe im Rahmen von Österreichischen Staatsmeisterschaftsveranstaltungen sein.
  • Der Veranstalter übermittelt seine Ausschreibung zur Information an die AMF (Sportler können diese dann auch über die AMF anfordern).
  • AMF-Haftpflichtversicherung- und Funktionärsunfallversicherungsangebot der AMF können von RaceCard-Veranstaltern genützt werden; in jedem Fall empfiehlt die AMF dringend die Absicherung dieser Risiken.
  • Die Rennstrecken verfügen entweder über ein AMF-Streckenprotokoll oder der Veranstalter übermittelt seinen Streckenplan und gibt seinen Sicherheitsverantwortlichen bekannt, der seine Sicherheitseinrichtungen auf der Strecke (z. B. müssen Streckenposten in Sichtverbindung stehen), die medizinische Versorgung, die Sicherheitskleidung der Sportler und die Fahrzeugsicherheit überprüft.
  • Eine medizinische Erstversorgung an der Strecke durch Notarzt und/oder Rettungswagen (RTW) mit Fahrer und Rettungs(Notfall-)Sanitäter und/oder Rettungshubschrauber, etc…, ist vorzusehen. Ein Notarzt muss zumindest rasch erreichbar und im Vorfeld über die Veranstaltung informiert sein.
  • Der Veranstalter stellt im Namen der AMF RaceCards an seine Sportler aus (Antragsformulare über AMF erhältlich), hebt die Prämien dafür ein und sendet eine Liste der Teilnehmer, der Antragsteller, alle ausgefüllten Antragsformulare und den Prämienbetrag innerhalb von 5 Tagen an die AMF, die die Versicherung informiert. Der Versicherungsschutz gilt ab Ausstellungszeit.
  • Die Altersgrenzen für RaceCard-Inhaber orientieren sich an den disziplinenbezogenen Richtlinien (Grundregel: kein Höchstalter definiert; untere Altersgrenze im Reglement minus 1 Jahr).
  • Um den Versicherungsschutz zu gewährleisten, müssen die Sportler Sicherheitskleidung tragen, dies wird durch den Sicherheitsverantwortlichen überprüft (vor allem Helme, Augenschutz, Handschuhe, Overalls, Schutzkleidung gemäß Disziplinenreglement, Fahrzeugsicherheit…).
  • Bei Unfällen protokolliert der Veranstalter diese Zwischenfälle und gibt der Versicherung über die AMF die Vorfälle bekannt. Die Fahrer melden ihre Ansprüche direkt über die AMF an die Versicherung.
  • Es ist kein Einsatz von AMF-Offiziellen am Veranstaltungsort vorgesehen – die Verantwortung liegt beim Veranstalter. Auf Anfrage des Veranstalters oder auf Initiative der AMF können aber jederzeit AMF-Offizielle beratend eingesetzt werden. Bei Sicherheitsproblemen haben diese aktiv zu werden.

  • RaceCard Events wurden ausschliesslich für österreichische Veranstalter konzipiert.

  • Fahrerlizenzen ausländischer Föderationen gelten bei RaceCard Veranstaltungen grundsätzlich nicht.

  • Bietet der Veranstalter die Ausstellung von RaceCards vor Ort an, dann sind bei dieser Veranstaltung ausschließlich RaceCard und AMF-Lizenzfahrer startberechtigt!
  • Die AMF erläßt in Abstimmung mit den Veranstaltern Richtlinien für RaceCard Bewerbe.